Landesgruppe VelsPol Bayern in München gegründet

München/Berlin (13.07.08)

Der Bundesverband lesbischer und schwuler Polizeibediensteter in Deutschland e.V. (VelsPol Deutschland e.V.) lud seine Mitglieder aus den bestehenden Landesgruppen ein, um auf dem alljährlichen Bundesseminar vom 10. bis 13. Juli 2008 in München öffentlich ihr Gesicht zu zeigen. Wir wussten, dass sich viele Kolleginnen und Kollegen sich nicht wohlfühlen werden nach München zu kommen, dennoch glaubten wir an den Erfolg des 15. Bundesseminars, so Maik Exner-Lamnek vom Bundesvorstand. Unser gemeinsames Ziel war es im Vorfeld der Organisation, eine Landesgruppe Bayern zu gründen.

Sich öffentlich zu zeigen und sich zu bekennen, homosexuell und auch Polizeibediensteter zu sein, kann schon Folgen haben.... sowohl im Dienst, in der schwulen Szene, als auch zu Hause im Kreise der Familien... Insbesondere Mobbing durch heterosexuelle Kolleginnen und Kollegen kann man nicht ausschließen, die Angst vor einer schlechten Beurteilung führt oft dazu, dass homosexuelle Kolleginnen und Kollegen sich nicht outen.

Unsere Hoffnung auf dem Bundesseminar eine Landesgruppe VelsPol Bayern zu gründen, ging nun endlich in Erfüllung. Alle Anstrengungen und Bemühungen seitens des Bundesvorstandes fanden somit in München einen positiven Abschluss. Wir danken den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland, dass sie zahlreich nach München gekommen sind und somit den Kolleginnen und Kollegen aus Bayern allein durch ihre Anwesenheit Mut machen konnten. Ein besonderer Dank gilt dem Schwulen Kommunikation- und Kulturzentrum e.V. (SUB) in München, ohne dessen Unterstützung das Seminar nicht möglich geworden wäre.

Gemeinsam mit den Mitgliedern der neuen Landesgruppe VelsPol Bayern und den 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland zeigten wir nun unsere Gesichter und nahmen am CSD in München teil. Zahlreiche positive Reaktionen auf die Durchführung des Bundesseminars in München an sich und unsere Teilnahme am CSD, die von lautstarken Beifall der Zuschauer am Rande der Marschstrecke begleitet wurde, bestärkte alle darin, ihrer Arbeit, auch in ihren Bundesländern fortzusetzen. Wir sind noch lange nicht da, wo wir hin wollen! Neben positiven Beispielen, nach erfolgreichen Bekenntnissen der Kolleginnen und Kollegen lesbisch oder schwul zu sein, gibt es leider viel zu oft noch negative Reaktionen. Unser gemeinsamer Auftrag mit den Landesgruppen, innerhalb der Länderpolizeien, um Akzeptanz gegenüber homosexuellen Kolleginnen und Kollegen zu werben, muss unbedingt weiter gehen. VelsPol Bayern ist ein zusätzlicher Rohling der nun mit Inhalt gefühlt werden kann, so Maik Exner-Lamnek.

Der Bundesvorstand, der um eine Stelle mit einer Kollegin aus Brandenburg auf fünf Mitglieder erweitern wurde, wird alles daransetzen, dass sich dies auch fortsetzt wird.